28.12.2009 MAZ: „Mamma Mia“ zur Entspannung
von Ronny Müller - www.maerkischeallgemeine.de
Die Bundesliga-Damen des SC POTSDAM verlieren in Stuttgart 1:3 Die Potsdamerinnen machen eine Woche Pause und bereiten sich dann auf die extrem wichtigen Spiele im Januar vor.
Michael Merten hatte „gemischte Gefühle“. Der Trainer des Damenvolleyball-Bundesligisten SC POTSDAM war froh, dass sein Team beim 1:3 (19:25, 12:25, 25:21, 18:25) bei Allianz Volley Stuttgart gestern zumindest einen Satz gewonnen und sich gegenüber dem 0:3 im Pokal verbessert hatte. Andererseits zeigte sich der Coach mit der Leistung seiner Sechs nicht ganz zufrieden: „Wir hätten eine Chance besessen, haben phasenweise gut mitgehalten. Aber keine Spielerin erwischte einen richtig guten Tag.“
Insbesondere im ersten Satz agierten die Potsdamerinnen sehr leichtfertig (19:25). „Die Schwache Annahme war der Schlüssel“, bilanzierte Merten. Im zweiten Durchgang blieb sein Team chancenlos (12:25). „Da spielte Stuttgart souverän.“
Möglicherweise waren sich die Schwäbinnen im dritten Satz ihrer Sache schon zu sicher. Potsdam schlug nun etwa durch Alina Fröhlich besser auf, stand in der Annahme sicherer und stellte taktisch etwas um, indem mehr diagonal geschlagen wurde. Das Ergebnis ließ sich sehen: 25:21. Danach zeigten sich die Gastgeberinnen aber wieder hellwach und zogen ihren Stiefel bis zum 25:18 im vierten Satz durch. Potsdam blieb durch die Niederlage auf Tabellenplatz zwölf.
Auf der achtstündigen Rückfahrt sah sich die Mannschaft zur Entspannung den Abba-Film „Mamma Mia“ an. Nach der einwöchigen Trainingspause wird Coach Merten mit seiner Videoschulung auf die wichtigen Partien im Januar vorbereiten. Die hinter dem Aufsteiger liegenden Teams SC Lohhof (13. Januar) und Allgäu Team Sonthofen (30. Januar) kommen nach Potsdam. „Die Begegnung gegen Lohhof ist extrem wichtig“, verdeutlicht Merten. „Die müssen wir hinter uns lassen.“

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