08.02.2010 MAZ: Ein Satzgewinn sorgt für Staunen
von Gerhard Pohl - www.maerkischeallgemeine.de
Potsdamerinnen unterliegen beim mehrfachen Meister Dresdner Sportclub mit 1:3
Mit 1:3 (14:25, 25:14, 22:25, 16:25) unterlagen die Damen des SC Potsdam am Samstag in der Arena dem mehrfachen deutschen Meister und Pokalsieger Dresdner Sportclub. Die Havelstädterinnen gingen nach dem Vorwochensieg über Sonthofen gelöst, aber konzentriert in die Begegnung mit den Dresdnerinnen, denen der Einzug ins Viertelfinale des Challenge-Cups gelungen war.
Die 90-minütige Partie entwickelte sich für die Gäste zu einem echten Gradmesser in Sachen Erstligatauglichkeit, denn der DSC demonstrierte gleich im ersten Satz Routine und Klasse. „Wir waren nahezu chancenlos. Unser Annahmeverhalten klappte überhaupt nicht“, befand Potsdams Cheftrainer Michael Merten.
Doch dann staunten 1400 Zuschauer nicht schlecht, als der SC Potsdam den nächsten Abschnitt mit 25:14 für sich entschied. „Da lief es optimal. Wir konnten die plötzlichen Unkonzentriertheiten der Gastgeberinnen konsequent und zählbar ausnutzen“, schwärmte der Cheftrainer.
Den dritten Satz hielt Potsdam bis zum Stand von 21:21 noch offen. „Hinten raus hatten die Dresdnerinnen sehr gute Aufschläge und brachten den Satz durch“, so Merten.
Die Elbestädter, in deren Reihen sich sechs Auswahlspielerinnen befanden, suchten nun die Entscheidung. „Wir haben sehr gut gekämpft und konnten den Punkteabstand immer knapp halten. Letztlich setzten sich Klasse und Erfahrung des DSC durch“, so Merten. „Ich bin mit der Leistung des gesamten Teams zum Hinrundenabschluss zufrieden. Wir waren ganz dicht dran, einen der ganz Großen der Liga zu ärgern“, hob der Trainer den Einsatz von Patricia Grohmann, Ramona Stucki und Sandra Sydlik hervor.
Nach Abschluss der ersten Saisonhälfte belegt der SC Potsdam nach Siegen über Sinsheim, Münster, Lohhof und Sonthofen mit 8:18 Punkten und 18:31 Sätzen den zehnten Tabellenplatz und befindet sich in Sachen Klassenerhalt auf Kurs. Dennoch übersieht der Trainer nicht, dass gegen Wiesbaden, Köpenick oder Aachen Zählbares liegen gelassen wurde. „In der Rückrunde müssen wir besonders daran arbeiten, Sätze konsequent erfolgreich zu beenden und uns in der Annahme zu verbessern. Mit den jetzt erspielten Punkten auf der Habenseite wollen wir mindestens an das Ergebnis der ersten Halbserie anknüpfen“, bilanzierte Michael Merten. Dazu ist bereits am kommenden Mittwoch um 19.30 Uhr Gelegenheit, denn da muss der Aufsteiger Potsdam beim SV Sinsheim antreten. (Von Gerhard Pohl)

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