25.02.2010 MAZ: Die Vorfreude ist riesengroß
von Peter Stein - www.maerkischeallgemeine.de
Maria Kleefisch gastiert mit dem Köpenicker SC beim SC Potsdam
„Ich freue mich total auf dieses Derby, auf das Wiedersehen mit den Mädels, auf viele bekannte Gesichter im Publikum“, sagt Maria Kleefisch fast euphorisch – oder klingt da auch ein bisschen Wehmut mit? „Sicher, ich wäre gern noch in Potsdam geblieben“, gibt sie zu. Doch im vergangenen Sommer wechselte die Außenangreiferin nach vier Jahren vom SC Potsdam zum Köpenicker SC, mit dem sie nun am Sonnabend (19 Uhr, Sporthalle Heinrich-Mann-Allee) in der Volleyball-Bundesliga an alter Wirkungsstätte gastiert.
Aus dem Vorhaben des KSC, derzeit Zehnter unmittelbar hinter dem SC Potsdam als Neuntem, macht Maria Kleefisch keinen Hehl: „Ich möchte gern gewinnen.“
Bereits das Hinspiel hatte den typischen Derby-Charakter. Potsdam begann an jenem 7. November 2009 stark, unterlag aber im ersten Satz noch mit 25:27. „Das war der Knackpunkt, danach hatten wir leichtes Spiel, um mit 3:0 zu gewinnen“, erinnert sich die 25-Jährige, die damals wegen einer Fußverletzung als Co-Trainerin an der Seitenlinie ausharren musste.
Inzwischen fühlt sich Maria Kleefisch wieder fit. Wenngleich die Außenangreiferin zuletzt meist erst eingewechselt wurde, rechnet sie diesmal fest mit einem Auftritt. „Potsdam wird hoch motiviert sein“, erwartet sie wieder ein interessantes Duell unter Nachbarn, nicht nur örtlich, sondern auch tabellarisch. Denn die Köpenicker wollen den Potsdamerinnen den neunten Rang streitig machen. „Ein einstelliger Platz ist unser Saisonziel“, verrät Maria Kleefisch, die an der Humboldt-Universität Wirtschaftspädagogik und Sport auf Lehramt studiert.
Die Berlinerin, in Potsdam seinerzeit als Kapitän eine Frau mit Führungsaufgaben im Team, trifft beim Krafttraining im Sportforum Hohenschönhausen hin und wieder mit Frauke Formazin, Laura Weihenmaier oder Patricia Grohmann auch Spielerinnen des SC Potsdam. „Natürlich habe ich die Entwicklung des Aufsteigers in der ersten Liga weiter verfolgt. Der bisherige Saisonverlauf hat mich nicht überrascht. Ich hatte Potsdam sogar noch mehr zugetraut“, erzählt Maria Kleefisch. Für den Köpenicker SC sieht sie gleichfalls Nachholebedarf. „Wir müssen auch mal ein Spitzenteam der Liga schlagen. Zuletzt gegen Stuttgart wäre bei mehr Konstanz ein Erfolg möglich gewesen.“ (Von Peter Stein)

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