01.03.2010 Beim Regionalderby blieben die Punkte in Potsdam

Bild Das mit Spannung erwartete Regionalderby zwischen den SC Potsdam und dem Köpenicker SC hielt in Sachen Dramatik das, was man von einer solchen Begegnung erwartet hatte. Mit 3:1 (25:19, 16:25, 25:16, 26:24) behielten die Gastgeberinnen nach 101 Minuten in der Sporthalle Heinrich – Mann – Allee die Oberhand und revanchierten sich damit für die in der Hinrunde erlittene Niederlage.

Potsdams Cheftrainer Michael Merten sprach in der Pressekonferenz davon, „ein unwahrscheinlich spannenden Volleyballabend gesehen zu haben, wir werden erstmal den Sieg feiern und hoffen, nächste Woche in Münster nachzulegen, was sicherlich sehr schwer werden wird, da müssen wir wesentlich besser agieren, als es heute der Fall war. Aber im kommenden Jahr können wir uns wieder auf zwei schöne Regionalderbys freuen“. Dabei hatte er sicherlich bereits im Hinterkopf, dass sein Aufsteigerteam, was jetzt über 12 Punkte in der Tabelle verfügt und damit mehr als nur in der „Norm“ liegt, beim ersten Auftritt in der Eliteliga mit dem Abstieg nichts mehr zu tun haben wird, was für die noch bevorstehenden schweren Aufgaben für zusätzliche Sicherheit in den eigenen Reihen sorgen sollte.

Der Auftakt des tollen Fights lief nach Maß, unsere Damen ließen da keinen Zweifel aufkommen, dass es den schwachen Auftritt vom November beim KSC vergessen machen wollte und begannen mit einem 25:19. Genau entgegengesetzt lief der zweite Satz. Die Gäste zeigten den 600 Zuschauern, zu was sie in der Lage sind, da stimmte vom Aufschlag, über Zuspiel, Annahme bis zum Block alles, der deutliche Gewinn belegt es und Potsdam konnte an die Leistung des ersten Satzes nicht annähernd anknüpfen, war aber in der Lage, in den beiden Folgenden das bestimmende Team in der Halle zu sein und diese 25:16 bzw. 26:24 für sich zu entscheiden, wobei der KSC eine 22:19 Führung des SCP noch mit 24:24 ausgleichen konnte und dadurch für zusätzliche Dramatik und Spannung sorgte. Herausragend im potsdamer Team an diesen Tag, Laura Weihenmaier sowie Ramona Stucki, beide bereiteten den Hauptstädterinnen die größten Probleme und sorgten fleißig für etliche Punkte, da hatte der Cheftrainer eine äußerst gute Hand bei seinen Einwechslungen.

Eine in Berlin nach der 0:3 Niederlage bitter enttäuschte Patricia Grohmann, die damals sich nicht zum Auftritt ihres Teams äußern wollte, strahlte und äußerte nach ihrer Meinung gefragt spontan, „heute ist es super gelaufen“, dem ist nichts mehr hinzuzufügen.

Kurios vielleicht ist es, dass alle vor der Partie über den Ausgang angesprochen Trainer (außer SCP), von einem 0:3 bis 2:3 Ergebnis aus potsdamer Sicht ausgegangen sind. Schön ist es, dass auch sie sich mal täuschen können.

Mit diesem Sieg hat der Aufsteiger aus Potsdam den 9. Tabellenplatz gefestigt.

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