16.01.2012 MAZ: VOLLEYBALL: Ein bisschen Balsam
Die Damen des SC Potsdam siegen im kürzesten Saisonspiel 3:0 gegen den VC Olympia BerlinPOTSDAM - Endlich wieder ein Freudentanz der Volleyballerinnen des SC Potsdam in der Sporthalle Heinrich-Mann-Allee. Noch ein sicherer Blockpunkt – dann war ruckzuck alles vorbei. Die Gastgeberinnen setzten sich am Sonnabend gegen das sieglose Schlusslicht VC Olympia Berlin binnen einer Stunde und einer Minute mit 3:0 (25:19, 25:10, 25:11) durch. Nun mag dieser Erfolg gegen die 17-, 18-jährigen Talente der Juniorinnen-Auswahl nach Bundesliga-Maßstäben ein Muster ohne Wert sein, doch für die geschundene Spielerinnenseele der Potsdamerinnen war es zumindest ein bisschen Balsam. SC-Trainer Alberto Salomoni sprach denn auch keineswegs von einem Befreiungsschlag, „aber dieser Sieg war wichtig, um wieder Sicherheit und Selbstvertrauen zu bekommen“. Schon am nächsten Sonnabend daheim gegen Meister Schweriner SC wird sich zeigen, ob die Mannschaft – wie in der Krisensitzung unter der Woche versprochen – tatsächlich den Schalter umlegen kann und mehr Biss sowie Siegeswillen zeigt. Denn die Gegenwehr des VCO Berlin hielt sich in Grenzen, es war beinahe ein Trainingsspiel, das kürzeste der Saison ohnehin. „Aber für die Tabelle war es wichtig, dass wir hier mit 3:0 rausgehen“, betonte Salomoni, da im Kampf gegen den Abstieg mit Sinsheim und Leverkusen am Ende auch das Satzverhältnis eine Rolle spielen könnte.
Zunächst gab es ein „Happy-Birthday“-Ständchen der 350 Fans zum 23. Geburtstag für die US-Amerikanerin Brittany Tillman. Doch kaum hatte die dunkelhäutige Spielerin die Blumen beiseite gelegt und den Ball in die Hand genommen, nahm das Übel seinen Lauf. Als Potsdam 7:11 zurücklag, wechselte Salomoni die überforderte Amerikanerin aus, brachte die weitaus überlegter und besonnener agierende Ramona Stucki. Damit wurde schnell die Wende eingeleitet. Die Gastgeberinnen verwandelten einen 9:12-Rückstand mit acht Punkten in Folge in eine 17:12-Führung. Endlich lief es besser.
Salomoni wollte kein Risiko eingehen, blieb bei seinem Sechser mit Nikol Sajdova und Ramona Stucki im Block, der Argentinierin Lucia Fresco auf der Diagonalposition, Patricia Grohmann und Laura Weihenmaier auf Außen/Annahme sowie Olga Raonic im Zuspiel. Lisa Rühl war eine sichere Libera. Sie bekannte: „Anfangs ging es ein wenig holprig los. Sicher war da das Debakel von Sinsheim noch irgendwie im Hinterkopf. Aber wir haben uns reingefuchst und liefen nie Gefahr, hier einen Satz abgeben zu müssen.“ Besonders lobte sie die guten Aufschläge der Mittelblockerinnen. Laura Weihenmaier, die immer besser mit dem gegnerischen Block zurechtkam, fand: „Das sollte uns wieder mehr Selbstvertrauen geben. Das brauchen wir für die nächsten Spiele unbedingt. Aber jetzt ist erst mal Party angesagt.“ Denn nachdem der Schoko-Kuchen, den Scout Martin Storch extra für Geburtstagskind Tillman gebacken hatte, verdrückt war, sollte noch eine kleine Feier steigen. „Wir brauchen auch mal ein bisschen Abwechslung“, frohlockte Laura Weihenmaier. Coach Salomoni wird in dieser Woche ganz sicher wieder die Zügel anziehen. (Von Peter Stein)



















































