23.01.2012 MAZ: VOLLEYBALL: Abschied mit Niederlage

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Das letzte Mal bestritt der SC Potsdam ein Heimspiel in der Heinrich-Mann-Allee und verlor klar
Für das letzte Punktspiel in der Sporthalle Heinrich-Mann-Allee hatte sich der SC Potsdam einiges vorgenommen. „Hauptziel ist es, gut zu spielen. Wir werden alles geben, um Schwerin Schwierigkeiten zu bereiten“, hatte Trainer Alberto Salomoni im Vorfeld der Begegnung geäußert. Doch am Ende stand es 0:3 (18:25, 21:25, 15:25). Damit stehen nach dem 16. Spieltag weiterhin acht Punkte auf der Habenseite der Brandenburgerinnen, was Tabellenplatz elf bedeutet.

Der amtierende deutsche Meister aus Mecklenburg-Vorpommern ließ sich trotz der Dreifachbelastung von Europapokal, DVV-Pokal und Meisterschaft in Potsdam nicht überraschen. Gerade vom schweren Champions-League-Spiel gegen Eczacibasi Vitra Istanbul (Türkei) zurückgekehrt, waren keine Ermüdungserscheinungen bei den Schwerinerinnen zu erkennen. „Wir sind zur Zeit in einer guten Form. Potsdam hat auch sehr gut gespielt. Unsere Abwehr und Annahme waren aber heute besser“, so der Gästetrainer Teun Buijs mit einem großen Lob an die eigene Mannschaft und einem kleinen an die Havelstädterinnen.

Dass sein Team zur Zeit einen guten Lauf hat, war beim Arrivederci in der Spielstätte Heinrich-Mann-Allee unübersehbar: Vom Anpfiff an hellwach bestimmten die Gäste das Geschehen vor rund 300 Zuschauern. Lediglich in der Anfangsphase des ersten Satzes konnte der SC Potsdam bis zum zwischenzeitlichen 5:5 mithalten. Beim Stand von 6:8 nahm Alberto Salomoni eine technische Auszeit, die konnte die Gäste aber nicht aus dem Rhythmus bringen. Der SCC agierte mit einer äußerst variablen Spielweise auf allen Positionen. Und obwohl den Potsdamerinnen phasenweise gute Ballwechsel gelangen, punkteten die Spielerinnen aus Schwerin weiter und holten nach 25 Minuten den ersten Satz mit 25:18. „Schwerin war uns in allen Belangen überlegen“, konstatierte Salomoni.

Im zweiten Satz lagen die Gastgeberinnen 4:11 hinten, ehe ihnen eine große Aufholjagd gelang. Bis zum 16:16 blieb Potsdam durchaus gleichwertig. Aber jetzt zeigte sich die Klasse des amtierenden Meisters. In der Phase, in der das Spiel zu kippen schien, machten die Schwerinerinnen die entscheidenden Punkte und gewannen somit auch den zweiten Satz.

Ähnlich verlief der dritte Spielabschnitt. Schwerin enteilte schnell zu einer 5:1-Führung, ehe Potsdam zum 7:8 aufschließen konnte. Es war vor allem Nikol Sajdova, die mit ihren wuchtigen Schmetterbällen Wirkung zeigte. Sie wurde auch als „wertvollste Spielerin“ ausgezeichnet. Das reichte aber letztlich nicht aus, um den gegenwärtigen Tabellendritten ernsthaft in Gefahr zu bringen. „Wir müssen sehen, dass wir gegen machbare Gegner Zähler bekommen“, richtete Salomoni den Blick nach vorn.

Dazu hat der SC Potsdam bereits am Mittwoch in Münster und am kommenden Sonntag im Heimspiel gegen den 1. VC Wiesbaden die nächsten Gelegenheiten. Dann aber an anderer Stelle – in der neuen Mehrzweckhalle am Luftschiffhafen. (Von Gerhard Pohl)

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