02.02.2012 PNN: Nur Außenseiter
Potsdams Volleyballerinnen müssen in Vilsbiburg ran
Eine 554-Kilometer-Fahrt haben die Volleyballerinnen des SC Potsdam am Samstag vor sich. Bereits am Vormittag macht sich das Team um Trainer Alberto Salomoni mit dem großen Reisebus auf den Weg nach Niederbayern. Um 20 Uhr spielt der Bundesligist bei den Roten Raben Vilsbiburg. Direkt nach dem Spiel geht es wieder zurück nach Potsdam. Erst am frühen Sonntagmorgen wird der SCP wieder in Potsdam ankommen
„So eine lange Fahrt ist immer anstrengend“, weiß auch Salomoni. „Sechs Stunden sind wir mindestens unterwegs. Gegen dreizehn Uhr gibt es eine Mittagspause und wir versuchen immer zwei Stunden vor dem Spiel in der Halle zu sein.“ Dann sei noch genügend Zeit, um anzukommen, sich warm zu machen und ein paar Bälle zu schlagen. Die Zeit im Bus vertreiben sich die Spielerinnen mit Gesprächen, Lesen und Musik. Sie spielen Karten und schlafen, verrät Libera Lisa Rühl. „Da wir jetzt immer mit dem großen Bus fahren, hat auch jeder genug Platz, um sich zum Schlafen hinzulegen. Besonders nach der Mittagspause machen die meisten nochmal die Augen zu“, so die 22-jährige Studentin.
„Wir fahren in die Halle des Tabellenführers“, sagt Salomoni und weist damit auf die Schwere des Spieles am Samstagabend hin. Vilsbiburg, der Deutsche Meister von 2008 und 2010, steht vor Dresden und Schwerin derzeit nach nur zwei Niederlagen in der Saison an der Tabellenspitze. „Klar werden wir versuchen unser Spiel zu machen, aber es wird sehr schwer“, so der Italiener. Im Gegensatz zum Hinspiel, bei dem die Potsdamerinnen mit einer starken Leistung in der Sporthalle Heinrich-Mann-Allee erst knapp im vierten Satz mit 1:3 unterlagen, rechnet der Coach nun im Rückspiel mit einem noch stärkeren Gegner. „Die Mannschaften, die um den Titel spielen, kristallisieren sich immer mehr heraus. Vilsbiburg gehört dazu und hat noch eine neue Diagonalspielerin aus Serbien gekauft. Die ist anscheinend sehr stark“, erklärt Salomoni. „Und wir wissen immer noch nicht, ob Patricia Grohmann wieder spielen kann.“
Die Kapitänin musste wegen einer Bauchmuskelzerrung bereits vor dem Spiel gegen Münster am vergangenen Sonntag passen. „Patti gibt uns das nötige Gleichgewicht in der Annahme, was uns gegen Münster gefehlt hat. Aber wir müssen gucken, wie riskant es ist, sie spielen zu lassen. Denn wichtig ist, dass sie gegen Köpenick, Aachen und Leverkusen fit ist“, erläutert der 45-Jährige. Der SC Potsdam steht nach wie vor mit 8:28 Punkten auf dem elften Tabellenrang und muss für den Klassenerhalt unbedingt gegen die direkten Tabellennachbarn punkten.
„Ich hoffe, dass wir Vilsbiburg wenigstens etwas ärgern können“, sagt auch Lisa Rühl eher bescheiden. „Eigentlich können wir ganz locker in das Spiel gehen. Denn es geht keiner davon aus, dass wir dort gewinnen.“ Luisa Müller



















































